Eine Abschrift der Namen aus einem Aufsatz in den "Heimatblättern des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland" Nummer 8 und 9 des 23. Jahrgangs 1941. Der Verfasser war nicht angegeben:

A copy of the names from an essay in the "Homeland pages of the homeland federation for the Oldenburger Münsterland" number 8 and 9 of the 23 set 1941. The author was not named:

English see below!


erstellt: 26.03.1999, geändert 02.12.2000 E-mail Bernd Blömer

Die ersten Amerika-Auswanderer des alten Amtes Vechta

Auswanderer von 1835-1847

(Verfasser wird nicht genannt)

Gemäß einem Restript der oldenburgischen Regierung vom 27. März 1832 wurden die Auswanderer kurz vor ihrer Abreise auf das Amt Vechta geladen, wo ihnen eröffnet wurde, "daß sie für sich und die sie begleitende Familie durch die Auswanderung alle Untertanenrechte des Landes verlieren und demnach, wenn sie in Amerika nicht die geträumten günstig geschilderten Vorteile finden sollten, ihre Rückkehr in die hiesigen Lande von denselben Bedingungen abhängig sei, wie die einesjeden anderen Fremden, und daß namentlich diejenigen, welche ihr von hier mitgenommenes Vermögen dort verlieren und dann in größter Dürftigkeit, wie so viele Auswanderer anderer Länder, nach hier zurückzukehren beabsichtigen sollten, unter keiner Bedingung eine Aufnahme in ihrem von ihnen verlassenen früheren Vaterlande finden würden, da die Großherzogliche Regierung es nicht verantworten könne, daß diejenigen welche ihr Vermögen und ihre besten Kräfte in fremden Landen vergeuden, später hiesigen, dem Vaterlande treugebliebenen Untertanen mittels Anspruch auf Unterstützung aus Armenmitteln zur Last fallen." Über die Vorladung wurde ein Protokoll aufgenommen, das der Auswanderer zu unterschreiben hatte. Nach diesen "Auswanderer Protokollen" sind von 1835 bis 1847 folgende Personen ausgewandert:

Von den Kirchspielvögten zum Amt bestellt, aber nicht erschienen sind nachweislich in diesem Zeitraum noch folgende Auswanderer:

Die "Auswanderer Protokolle", so wertvoll sie für die Familienforschung sind, geben von dem Umfang der Auswanderung in den Jahren 1835 bis 1847 kein richtiges Bild. Die vom Amt geladenen oder vor ihm erschienenen Auswanderer bilden vielmehr nur einen Bruchteil der in Wirklichkeit Ausgewanderten. Die meisten Auswanderer setzten sich, wie es so oft bei Bewegungen von elementarer Wucht zu geschehen pflegt, über alle Formalitäten hinweg; waren dabei, zum Beispiel wegen Nichtableistung des Militärdienstes, Unannehmlichkeiten vonseiten der Polizei zu befürchten, so hielt man den Zeitpunkt der Abreise geheim, war plötzlich verschwunden, "ausgerissen". Auch scheinen die Protokolle nicht mehr vollzählig vorzuliegen; mit dem Jahre 1847 hören sie überhaupt für längere Zeit auf. Eine ungefähre Vorstellung von der Zahl der jährlich ausgewanderten Personen vermittelt eine aus dem Jahre 1846 stammende statistische Zusammenstellung der vom 01.07.1843 bis 01.07.1846 aus dem damaligen Amt Vechta ausgewanderten Personen. Nach dieser Statistik sind allein in drei Jahren ausgewandert: Aus Oythe 16, aus der Bauerschaft Hagen 15, aus der Stadtgemeinde Vechta 25, aus Lutten 27, Goldenstedt 89, Visbek 27, Langförden 52, Bakum 91, zusammen 342 Personen.

English

The first emigrant to America from the old Amt Vechta

Emigrant of 1835-1847

(author not named)

(rewritten in English by Kate Foster-Winton and Erika Giftge, Aug 3, 2000)

Note: this is not an exact translation but covers the main ideas of the German part!

The Oldenburg government issued an order that all emigrants should report to the Vechta office shortly before their departure. There, they and their families , would be informed that , should their expectations of America fall short, and they wished to return, the grand Duchy would do nothing for them, and that they would be stripped of their rights. It says: Even if they would desperately need help after losing all their belongings which they had taken along with them , they could under no circumstances return to their former mother country because the Grand Duchy of Oldenburg couldn't permit those who had faithfully stayed in their mother country to pay for those who had wasted their money and their energy in a foreign country.

From 1835 to 1847, logs were kept of the emigrants signatures. According to these " emigrant logs " from 1835 to 1847 the following persons emigrated:

These logs , which are so valuable for family research, are not a complete picture of emigration over the period of 1835 to 1847. It appears that most emigrants did not report to this office because of problems with military service or the police, and simply "peeled off" and disappearded. In addition, the logs are incomplete themselves, some are missing, and in 1847 they cease. From 01.07.1843 to 01.07.1846, the office at Vechta issued statistics which give an approximate idea of the scope of emigration. These statistics show that just in these three years emigrated: from Oythe 16, Bauerschaft Hagen 15, from the municipality Vechta 25, from Lutten 27, from Goldenstedt 89, from Visbek 27, from Langfoerden 52, and from Bakum 91, together that are 342 persons.